Bauer-Friedrich . SITTES WELT

DAS GESAMTWERK DES BEDEUTENDEN DDR-KÜNSTLERS Willi Sitte (1921–2013) ist der bekannteste und zugleich umstrittenste Maler der DDR. Die Publikation zeigt erstmals seit der Wiedervereinigung das zwischen den 1930er Jahren und der Jahrtausendwende entstandene Gesamtwerk des Künstlers. Gleichzeitig rekonstruiert der Band sein Wirken als Kulturpolitiker und Präsident des Verbands Bildender Künstler in der DDR. Damit liegt nun die erste umfassende und sachliche Auseinandersetzung mit Leben und Werk des Künstlers vor. Willi Sitte war als Maler und Grafiker, Hochschullehrer und einflussreicher Kulturfunktionär einer der wichtigsten Repräsentanten des offiziellen Kunstsystems der DDR. Die spannungsreiche Entwicklung des Künstlers – zwischen seinem Eintreten für Autonomie und Moderne sowie seinem Engagement für das Kunstprogramm des Sozialistischen Realismus – wird anhand wichtiger Werke aus öffentlichen und privaten Sammlungen ausführlich diskutiert. Der Katalog zur großen Retrospektive im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), anlässlich seines 100. Geburtstags, versammelt sie erstmals gemeinsam in einem Band. Erste große Retrospektive seit 1981 zum großen ostdeutschen KünstlerFundierte Neubetrachtung des GesamtwerksÜberblick über alle SchaffensphasenWichtiger Beitrag zur Aufarbeitung der DDR-KunstGroße mediale Aufmerksamkeit garantiert SITTES ROLLE ALS KÜNSTLER UND KULTURFUNKTIONÄR Durch die Darstellung der Entstehungsgeschichte und Rezeption der Werke wird die chronologische Betrachtung des Lebens und Schaffens des Künstlers abgerundet. Zu dem hier vorgestellten Gesamtwerk Sittes gehören auch die großformatigen Programmbilder des Künstlers von den 1950er-Jahren bis in die 1980er-Jahre. Studien, Zeichnungen, Skizzenbuchdarstellungen, Dokumente, zeitgenössische Rezensionen sowie die internationale Rezeption des Werks in Ost wie West und nach dem Fall der Mauer ermöglichen eine fundierte Analyse. Das eindrucksvoll bebilderte Buch zeichnet das Agieren Sittes, seine Motivation und Beweggründe wie auch seine fortschreitend das System stärkende Rolle nach. Es setzt sich aber auch mit der Verschränkung von Kunst und Politik im DDR-Staatssystem auseinander. Die umfassend recherchierte Darstellung der Hintergründe vermittelt ein neues Bild vom Aufstieg des Malers zum einflussreichsten Künstler der DDR. OBJEKTIVE NEUBETRACHTUNG DES WERKS Herausgegeben von Thomas Bauer-Friedrich, Direktor des Kunstmuseums Moritzburg, und Paul Kaiser, Direktor des Dresdner Instituts für Kulturstudien und Experte für ostdeutsche Kunst, ist diese Publikation die erste objektive Aufarbeitung der als Staatskunst bezeichneten Kunst Willi Sittes, der neben Tübke, Heisig und Mattheuer der prominenteste Maler der DDR war. Sie gibt einen hervorragenden Überblick über Sittes Leben und Werk und stellt es gleichzeitig zur Diskussion. Die objektiven Darstellung der Hintergründe, Fakten und Quellen geben außerdem einen Einblick in die Möglichkeiten und Wege, die Künstler:innen in der DDR grundsätzlich zur Verfügung standen. Der umfangreiche, akribisch und mit hohem Anspruch erarbeitete und gestaltete Katalog wird für die nächsten Jahre ein Grundlagenwerk bleiben.“ Peter Michel, junge Welt, Ausgabe vom 9.10.2021

  • Thomas Bauer-Friedrich, Paul Kaiser
  • Sittes Welt . Willi Sitte: Die Retrospektive
  • Seemann Henschel, 2021
  • 9783865024671
  • 1216113851
  • Gebunden . 536 Seiten . 29 x 21 cm . Deutsch
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